Über mich

Geboren und aufgewachsen in Zeitz.
Für Sachsen-Anhalt.

Ich bin 1976 in Zeitz geboren. Heute lebe ich seit über 30 Jahren in Halle (Saale) in einer Patchwork-Familie mit meinem Mann und unseren vier Kindern. Auch wenn mein Alltag in Halle stattfindet, bin ich auch tief verwurzelt im Burgenlandkreis. Dort sind mir viele Orte lieb geworden.

Mein eigener Weg war nie „geradeaus“. Ich habe zuerst eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel angefangen, später das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Ich weiß, was es bedeutet, wenn Chancen nicht selbstverständlich sind. Wie viel Kraft es kostet, sich durch Systeme zu bewegen, die nicht für alle gleich gebaut sind. Dass ich Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung wurde, hat mir Türen geöffnet. Und es hat meinen Blick geschärft: Bildung darf nicht vom Zufall abhängen!

Ich bin Kulturwissenschaftlerin (M.A.). Kultur und Bildung haben für mich immer zusammengehört: Kultur ist nicht „Extra“, sondern Teil davon, wie wir zusammenleben, wie wir uns verständigen, wie wir Konflikte aushalten/ lösen und wie Kinder und Jugendliche Selbstvertrauen entwickeln. Ich habe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt gearbeitet und kenne auch die kommunale Ebene aus der Praxis. Daher weiß ich auch um die Bruchstellen: wenn gute Vorhaben an Zuständigkeiten scheitern, an befristeten Töpfen oder an zu wenig Personal. Und ich weiß, wie viel möglich wird, wenn Strukturen verlässlich sind.

Heute arbeite ich als Referentin für Bildung und Wissenschaft in der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt und bin im Netzwerk gegen Kinderarmut Sachsen-Anhalt verantwortlich für die Koordination.

Meine Perspektive ist ostdeutsch. Ich kenne die Umbrüche nach der Wende nicht als Erzählung, sondern als Erfahrung, die bis heute nachwirkt. Sie hat viele hier resilient gemacht hat. Genau deshalb kandidiere ich: damit Sachsen-Anhalt nicht im Verwalten stecken bleibt und sich nicht von den Lautesten treiben lässt, sondern vorankommt. Es geht um Schutz und Chancen, die im Alltag greifen, und mit einer Demokratie, die Menschen nicht gegeneinander stellt, sondern zusammenführt.

Ein Satz von Heiner Müller begleitet mich: „Zukunft ist wie Erinnern – nur nach vorn.“ Für Sachsen-Anhalt heißt das: Wir haben viele Umbrüche erlebt und daraus Resilienz gezogen. Jetzt setzen wir sie ein und gestalten.
Wir bleiben hier. Und wir haben Großes vor.